1920–1932
Apparate, Arbeit, Massenpublikum
Zwischen 1920 und 1932 erprobten politische Theater- und Kabarettarbeiten in Berlin Montage, Projektion, Musik und populäre Formen als Mittel gesellschaftlicher Auseinandersetzung.
Kunstprojekt · KI-Kulturprojekt für Menschen
Politisches Theater seit den 1920er-Jahren: Menschen, Werke und Konflikte aus Deutschland – mit prägenden Verbindungen nach Österreich und in die Schweiz.
Sechs Einstiege
1920–1932
Zwischen 1920 und 1932 erprobten politische Theater- und Kabarettarbeiten in Berlin Montage, Projektion, Musik und populäre Formen als Mittel gesellschaftlicher Auseinandersetzung.
1933–1945
Nach 1933 wurden Zürich und andere Exilorte zu wichtigen Arbeitsräumen deutschsprachiger Theaterkünstler:innen; Aufenthaltsrecht und Spielgenehmigung begrenzten diese Arbeit.
1945–1967
In DDR und Bundesrepublik arbeitete politisches Theater unter verschiedenen institutionellen Bedingungen; Die Ermittlung wurde 1965 zeitgleich in Ost und West sowie London gezeigt.
1968–1989
Seit den späten 1960er-Jahren erweiterten Kinder- und Jugendtheater sowie migrantisch geprägte Ensembles Themen, Arbeitsweisen und Publika politischen Theaters.
1990–2007
In den 1990er- und 2000er-Jahren machten Kollektive und Interventionen neue Formen geteilter Autorschaft, biografischen Materials und der Publikumsbeteiligung sichtbar.
2008–heute
Seit den 2000er-Jahren verhandeln Produktionen und Häuser Repräsentation, institutionelle Macht und Autorschaft aus postmigrantischen, Schwarzen, queeren und behinderten Perspektiven.
Lizenz geprüft
Historische Fotos sind Quellenobjekte mit Grenzen. Drei unabhängig auf Lizenz und Herkunft geprüfte Bilder öffnen den Blick; die vollständigen Rechteangaben stehen im Bildregister.
Nicht nur Autor:innen
Erwin Piscator entwickelte in den 1920er-Jahren Theaterformen, die Schauspiel mit Film, Projektion, Montage und Agitation verbanden.
John Heartfield entwarf ab 1920 Bühnenbilder für Piscators Proletarisches Theater und übertrug seine montierende Bildpraxis in den Bühnenraum.
Elisabeth Hauptmann war an der Bearbeitung beteiligt, aus der Brechts und Weills Dreigroschenoper entstand.
Claire Waldoff verband Berliner Kabarett und Liedkultur mit einzelnen linken politischen Auftritten; ihre Biografie nach 1933 ist widersprüchlich.
Erika Mann gründete 1933 in München das politische Kabarett Die Pfeffermühle, schrieb einen großen Teil seiner Texte und führte die Arbeit im Exil fort.
Therese Giehse gehörte zum Kern der Pfeffermühle und wurde im Schweizer Exil zu einer prägenden Schauspielerin des deutschsprachigen Theaters.
Konflikte statt Schubladen